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Dorothea Grohe zeigt „Lehm- & andere Wesen“

 

Inspiriert von historischen Lehmbautechniken formt die Bad Schwartauer Architektin und Künstlerin Dorothea Grohe aus Naturmaterialien wie Lehm, Stroh, Weide, Jute, Schilfrohr und Holz dreidimensionale "Bildwesen". Diese in der bildenden Kunst noch weitgehend unbekannte Technik machte die Künstlerin sich vor etwa drei Jahren zu eigen und arbeitet seitdem an der handwerklichen und künstlerischen Weiterentwicklung.

 

"Das Modellieren mit Lehm ist die optimale Möglichkeit, das Spektrum meiner bisherigen figürlichen Arbeiten mit Bleistift und Aquarellfarben zu erweitern, zu ergänzen und zu vervollkommnen" beschreibt Dorothea Grohe ihre Faszination für das Material und seine Verarbeitung. "Ich genieße die unmittelbare Verbindung zwischen Hand und Werk. Ein wichtiger Aspekt bei meiner künstlerischen Arbeit ist der authentische, individuelle Umgang mit dem Material. Der kreative Prozess beginnt für mich mit dem Finden und Sammeln der Rohstoffe, setzt sich im intuitiven Handwerk als sinnliche Gedankenübertragung fort und erlangt seinen abschließenden Ausdruck aus der emotionalen Kommunikation des Menschen mit der Materie - es scheint so, dass der Lehm merkt, in welcher Stimmung ich ihn bearbeite."

 

 

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Diese neue künstlerische Mischform aus Tafelbild und Skulptur präsentiert sich quasi als ein Stück gestaltete Wand zum Aufhängen. Die mit Erdpigmenten bemalten Plastiken sind Abbildungen skurriler, bisweilen surrealistischer Ausdrücke der menschlichen Physiognomie. "Gesichtslehmung..." kommentiert Dorothea Grohe mit einem Augenzwinkern.


Thematisch beschäftigen sich die aktuellen Exponate mit der vielfältigen Körperlichkeit des menschlichen Gesichtes. Reduziert auf seine Einzelteile: wie viel Gesicht braucht ein Ausdruck, oder mehrere ineinander verschlungene Gesichtsmasken, wie viele Gesichter stecken in einem Wesen, oder geht es sogar um die bildliche Verschränkung von Körper und Gesicht?
Inhaltlich zur gleichen Familie gehören die ausgestellten Zeichnungen und Aquarelle, auch sie sind sinnlich-intellektuelle Interpretationen des Gesichtwesens Mensch.